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Leitfaden für Eltern

Außer den schulspezifischen Inhalten des Leitfadens, die Ihnen verhelfen sollen, sich an unserer Schule zu orientieren, erhalten Sie im Folgenden allgemeine Informationen zum Bildungsauftrag des Gymnasiums, sowie Grundlegendes zur Orientierungsstufe.

1. Der Bildungsauftrag des Gymnasiums

Ausgehend von den fachlichen und fächerübergreifenden Aufgabenfeldern sollen im Unterricht und durch außerunterrichtliche Aktivitäten unter vielen anderen ganz besonders die unten aufgeführten Eigenschaften und Fähigkeiten bei den Schülerinnen und Schülern gestärkt werden.

2. Grundlegendes zur Orientierungsstufe

2.1 Klasse 5

Die beruhigende Nachricht zuerst: nicht alles wird für Ihr Kind hier am Gymnasium gänzlich neu sein. Im Gegenteil, vieles von dem, was Ihre Tochter oder Ihr Sohn von der Grundschule her kennt und dort gelernt hat, wird Ihrem Kind auch hier bei uns wieder begegnen.

Da wir im Regelfall darauf achten, dass die Klassenzugehörigkeit in der Grundschule bei uns übernommen wird, sind da zunächst in den allermeisten Fällen die wohlvertrauten Gesichter der Klassenkameraden aus der Grundschule, die mit aufs Gymnasium übergewechselt sind. Nur auf speziellen Elternwunsch hin, und wenn es organisatorisch machbar ist, wird ein Schüler einer für ihn neuen Klasse zugeordnet.

Die beiden Tandemklassenlehrkräfte werden sich, wie auch schon in der Grundschule, um alle schulischen und persönlichen Belange der Schülerinnen und Schüler kümmern. Eine eigens für die Klassenstufen 5, 6 und für das erste Halbjahr der 7. Klasse geschaffene Klassenstunde, hat einen festen Platz im Stundenplan und dient in einer ersten Phase (September bis zu den Herbstferien) dem gegenseitigen Kennenlernen und der Klärung aller anstehenden Fragen und Problemen. Auch die Leitbildaktion in Klasse 5 unterstützt das Kennenlernen. Die Schülerinnen und Schüler verbringen am „Waldtag“ einen Nachmittag mit ihren Klassenlehrkräften, den Mediatoren und einer Waldpädagogin im Wald. Sie führen dort teambildende Spiele durch. Neu ist für Ihr Kind in jedem Fall der Fachunterricht und die damit verbundene Vielzahl an Fachlehrkräften. Während in den Fächern Mathematik und Deutsch der Wiederholung des Stoffes aus dem vierten Grundschuljahr breiten Raum eingeräumt wird – und somit den Kindern auch wieder Altbekanntes begegnet – kommt als neues Kernfach Englisch hinzu. Geographie und BNT ergänzen den Fächerkanon, Nebenfächer, die sich in Inhalt und Methode deutlich von dem unterscheiden, was die Schüler von der Grundschule als MeNuK kennen. Hier ist es vor allem die Arbeit mit dem Lehrbuch oder auch mit Arbeitsblättern, bzw. im Fach BNT das experimentelle Arbeiten, was für Ihr Kind ungewohnt sein wird. Die Gewöhnung an diese neuen Methoden braucht Zeit und deshalb werden sie auch in einer zweiten Phase der Klassenstunde (etwa von den Herbstferien bis Ende des 1. Halbjahres) mit den Kindern trainiert.

Helfen Sie mit, das Gemeinschaftsgefühl und die Teamfähigkeit in der Klasse zu fördern, indem Sie z.B. Treffs zur Erledigung der Hausaufgaben oder zur Vorbereitung der Klassenarbeit organisieren. „Gemeinsam sind wir stark“ – der Einzelkämpfer hat es auch in der Schule schwer!

Seien Sie darauf vorbereitet, dass sich insbesondere die Jungen in der neuen Zusammensetzung der Klasse ihre Stellung innerhalb des Klassenverbandes neu „erkämpfen“ müssen. Dies kann je nach Persönlichkeit des Kindes auch zu Spannungen innerhalb der Klasse führen. Üblicherweise sind solche „Hahnenkämpfe“ innerhalb des ersten Halbjahres beigelegt. Unterstützen Sie die Arbeit der Klassenlehrkräfte gerade hier, indem Sie bei Problemen auf Ihr Kind einwirken und die Zusammenhänge klarstellen; der Einfluss der Eltern ist hier viel größer als der der Lehrkräfte.

Auch Leistungsabfall kann zu Aggressionen führen; manche Schüler brauchen für ihre Unzufriedenheit, ihre Enttäuschung über schlechte Noten ein entsprechendes Ventil. Halten Sie in diesem Fall engen Kontakt mit den Klassenlehrkräften. Beraten Sie mit ihnen die möglichen Schritte, die unternommen werden können oder müssen.

Wie Ihr Kind das erste Jahr am Gymnasium erlebt, lässt sich keineswegs allgemein verbindlich voraussagen, sondern kann im Einzelfall sehr unterschiedlich sein und hängt stark von der Persönlichkeit des Kindes ab. Ob es die ersten (schlechten?) Noten sind oder die andere Vorgehensweise der Lehrkräfte am Gymnasium oder auch die Erfahrungen mit den neuen Klassenkameraden: vermitteln Sie Ihrem Kind ein gewisses Maß an Gelassenheit, und fangen Sie die Reaktionen Ihres Kindes im häuslichen Rahmen auf. Sollten sich auf Dauer Schwierigkeiten ergeben, auch nach der Übergangsphase des ersten Halbjahres, so suchen Sie das Gespräch mit den Klassen- oder den Fachlehrkräften. Nur wenn die Schule informiert ist, kann sie gegensteuern. Der Übergang von der Grundschule zum Gymnasium ist eine große Stufe im Leben Ihrer Kinder. Von Seiten der Schule und des Elternhauses können allenfalls Hilfen gegeben werden, bewältigen muss diesen Übergang jedes Kind auf seine eigene Weise. Da die Klassenstufe 5 aber so viel Neues, Aufregendes und Anregendes beinhaltet, ist das Ergebnis meist eher positiv.

In der zweiten Schuljahreshälfte steht die Entscheidung über die zweite Fremdsprache an. Am Gymnasium Rutesheim stehen Latein und Französisch zur Auswahl. Eine zentrale Informationsveranstaltung vor dem zweiten Elternabend, sowie „Schnupperstunden“ für die Schüler in Französisch und Latein sollen Ihre Entscheidung erleichtern. Im Einzelfall ist auch ein Gespräch insbesondere mit der/dem Englisch- und Deutschlehrer/-in zu empfehlen.

Ab dem zweiten Schulhalbjahr belegen die Schüler je nach Lern- und Leistungsstand verpflichtend Lernbänder. Nach dem Prinzip des Flexible Groupings werden dafür die Klassen aufgelöst und neue Gruppen, die zeitgleich unterrichtet werden, zusammengesetzt. Bei den Lernbändern handelt es sich um Poolstunden, d.h. die Schüler kommen i.d.R. wöchentlich in Gruppen mit halber Klassengröße zusammen und bleiben in diesem Kurs bis zum Ende des Schuljahres.

Es werden zum einen Kurse für besonders leistungsstarke Schüler angeboten, die in der Regel projektartig organisiert sind. Oft bieten sich Wettbewerbsteilnahmen an, denn sie geben ein gemeinsames Ziel vor und motivieren die Schüler. Zum anderen gibt es Lernbandangebote mit fachspezifischer Förderung in den Kernfächern. Grundsätzlich nehmen hier differenzierte Übungsmöglichkeiten, z.B. mit geeigneten Arbeitsblättern, die meiste Zeit ein und die Schüler werden zum selbständigen Lernen angeleitet. Dabei sollten insbesondere grundsätzliche fachliche Lücken geschlossen sowie die Arbeitsorganisation des Schülers verbessert werden. Auch Hausaufgaben sind möglich.

2.2 Klasse 6

Die Neuorientierung innerhalb der Klasse und auch der Schule ist für Ihr Kind nun längst abgeschlossen; sowohl in sozialer als auch in leistungsbezogener Hinsicht hat Ihre Tochter/Ihr Sohn einen neuen Platz gefunden. Damit gehören jetzt auch alle Probleme, die mit der Umstellung zu tun hatten, der Vergangenheit an, und für Ihr Kind beginnt eine intensive Phase der Konsolidierung. Das Lehrerteam ist im Regelfall das gleiche wie in Klasse 5. Noch deutlicher als in Klasse 5, wo viel Stoff aus der Grundschule wiederholt und aufgearbeitet wird, werden jetzt die Anforderungen des Gymnasiums spürbar. Dieses zweite Jahr am Gymnasium zeigt, inwieweit der Wechsel von der Grundschule ins Gymnasium geklappt hat, bzw. ob die Wahl der weiterführenden Schule die richtige war. Dauerhaft schlechte Ergebnisse in den Klassenarbeiten, mangelnder Leistungswillen, allgemeine Schulunlust sollten Sie als Alarmsignale sehen. Wenn Sie Anlass zu Zweifeln darüber haben, ob sich Ihr Kind in der richtigen Schule befindet, dann lassen Sie sich von den Klassenlehrkräften, in Einzelfällen vielleicht auch vom Beratungslehrer, beraten.

An dieser Stelle ein Wort zum privaten Nachhilfeunterricht: Setzen Sie ihn, wenn überhaupt, sehr gezielt ein, also z.B. bei Leistungsabfall nach einer längerer Krankheitsphase. Er sollte auf keinen Fall zur Dauereinrichtung werden. Er wird auch, wenn grundlegende Lernprobleme vorliegen, keine Lösung bringen.

Erfahrungsgemäß lösen sich eventuelle geschlechterspezifische Probleme innerhalb der Klasse, die das Miteinander in der Klassenstufe 5 wesentlich mitprägen, gegen Ende der Klassenstufe 6 von allein. Das gegenseitige Interesse erwacht mit dem Einsetzen der Pubertät.

Zu Beginn von Klasse 6 werden die Schülerinnen und Schüler neu in Lernbänder eingeteilt. Sie kommen i.d.R. alle zwei Wochen in Gruppen mit halber Klassengröße zusammen und bleiben in diesem Kurs ein Schuljahr lang.

2.3 Praktische Tipps

Das Erledigen der Hausaufgaben ist natürlich nicht erst am Gymnasium zentraler Bestandteil des schulischen Arbeitens eines jeden Kindes. Da Hausaufgaben zu Hause stattfinden, sind sie auch gleichzeitig der Bereich, wo die Möglichkeiten der Einflussnahme durch die Eltern am größten sind. Sie können bei der Organisation der Hausaufgaben Ihrem Kind eine wertvolle Hilfe sein.

Planen Sie z.B. gemeinsam mit ihrem Kind feste Lernzeiten am Nachmittag an einem festen Lernort ein. Aus unserer Erfahrung benötigen Schüler der 5./6. Klasse täglich etwa 45 Minuten bis eineinhalb Stunden für die Erledigung der Hausaufgaben. Sorgen Sie für einen übersichtlichen und aufgeräumten Arbeitsplatz; Ablenkungen von außen während der Hausaufgaben sollten so gering wie möglich sein.

Überlegen Sie gemeinsam, ob es für den Gesamtablauf der Hausaufgaben sinnvoll ist, mit dem Schlimmsten/ dem Schwierigsten oder eher mit dem Angenehmsten/ dem Leichtesten zu beginnen – es gibt gute Gründe für beide Vorgehensweisen; helfen Sie mit, das gesamte Hausaufgabenpensum in sinnvolle Portionen einzuteilen, bzw. Pausen einzuplanen; achten Sie u.U. auf die Abwechslung von schriftlichen und mündlichen Aufgaben. Stellen Sie gemeinsam einen Zeit-/Wochenplan auf, vor allem dann, wenn Ihr Kind durch Vereine, Klavierstunde etc. Nachmittagstermine hat. Helfen Sie hier unterscheiden zwischen „Kann“- und „Muss“-Zielen, auch wenn grundsätzlich gilt, dass die Hausaufgaben möglichst an dem Tag gemacht werden sollten, an dem sie aufgegeben wurden. Vielleicht hilft ein entsprechender Terminkalender oder ein einfaches Planbuch bei der Übersicht.

Auf keinen Fall sollten Sie die Hausaufgaben anstelle Ihres Kindes erledigen. Dies würde Ihr Kind nicht nur nicht weiter bringen, sondern Sie würden damit dem Kind auch vermitteln, dass Schummeln erlaubt ist.

Lassen Sie sich schriftliche Hausaufgaben immer wieder mal zeigen. Legen Sie dabei Wert auf übersichtliche und ordentliche Heftführung; dazu gehören insbesondere eine saubere Schrift, Überschriften unterstreichen, Absätze machen, wo etwas Neues beginnt, wichtige Aufschriebe farbig markieren, Merksätze und Formeln, z.B. in Mathematik, deutlich hervorheben. Ordnungsgebende Sorgfalt erleichtert das Lernen und Merken.

Schauen Sie hin und wieder ins Hausaufgabenheft, das die meisten Klassenlehrkräfte in der Unterstufe führen lassen. „Keine Hausaufgaben“ kommt nur selten vor!

Regen Sie Ihr Kind dazu an, dass es z.B. immer wieder Quadratzahlen und das große Einmaleins übt (das kleine wird als Grundschulwissen vorausgesetzt). Schnelligkeit im Auswendigwissen ist gefragt! Rechenaufgaben in Hausaufgaben und Klassenarbeiten dauern halb so lang, wenn das Einmaleins sitzt.

Regelmäßige kleine Diktate oder Abschreibübungen (etwa 10 Minuten) helfen zur Verbesserung der deutschen Rechtschreibung; absolute Sicherheit ist in der für die Schüler aufregenden Situation der Klassenarbeit ein wichtiger Stabilitätsfaktor. Denken Sie daran: Rechtschreibung ist in erster Linie Übungssache. Sowohl für das Einmaleins als auch die Rechtschreibung gilt, dass stetes Üben den Erfolg bringt, also regelmäßig in kleinen „Portionen“ üben!

In diesem Zusammenhang sei auch auf die folgende kleine Auswahl an Übungsmaterial hingewiesen:

Der Rechtschreib-Silben-Lotse 4, Arbeitsheft von Rainer Iwansky, Melanie Müller Trautmann, Mildenberger Verlag ISBN 978-3-619-01494-1

Richtig schreiben – aber sicher 1, Klett-Verlag ISBN 978-3-12-217901-4

Tacke, Gero: Das 10-Minuten-Rechtschreibtraining für zu Hause , Auer-Verlag ISBN-13: 978-3403040187

Die Kinder müssen das Vokabellernen lernen und trainieren. Es hilft, nach einer festen Methode vorzugehen, z.B. mit Karteikarten oder mit dem Buch: eine Seite zuhalten, laut auswendig sagen, dann auswendig schreiben. Wichtig: Vokabeln lernt man immer zweimal am Tag (etwa 10-15 Minuten jeweils); beim ersten Mal setzen sie sich im Kurzzeitgedächtnis, erst beim wiederholten Mal im Langzeitgedächtnis fest. Vokabeln sollten danach in regelmäßigen Abständen wiederholt werden; dabei ist es sinnvoll, diejenigen Wörter, die man vergessen hatte, herauszuschreiben und erneut zu lernen.

Lassen Sie sich die Klassenarbeitstermine geben, die den Schülerinnen und Schülern von den Fachlehrkräften rechtzeitig im Voraus mitgeteilt werden. Nehmen Sie diese in den Zeitplan (s.o.) mit auf, berücksichtigen Sie aber, dass die gute fachliche Vorbereitung einer Klassenarbeit eine ständige Angelegenheit ist. Mindestens vier Tage sind dann zur gezielten Vorbereitung noch notwendig: 1. Überblick über die anstehenden Themen verschaffen, 2. Stoff gezielt lernen, 3. mit Klassenkameraden den Stoff durchsprechen, 4. den Stoff wiederholen.

Methodisch kann man diese Vorbereitung auf unterschiedliche Weise angehen: lassen Sie sich z.B. den Lernstoff von Ihrem Kind erklären; das gegenseitige Erklären ist eine der besten Methoden zur Festigung des Lernstoffs. Kleine Arbeitsgruppen innerhalb der Klasse sind ebenfalls hervorragend geeignet, Probleme zu diskutieren und gemeinsam mit gegenseitiger Unterstützung zu lösen. Auch die Herstellung eines Spickzettels ist zu empfehlen, weil sich der Schüler dabei klar machen muss, wie er das Wichtigste des Lernstoffs in kürzester Form zusammenfasst. Natürlich hat dieser Spickzettel bei der Klassenarbeit in der Schule nichts verloren! Werden Schülerinnen und Schüler damit erwischt (in welcher Form auch immer), zieht dies entsprechende Konsequenzen nach sich!

An den Elternabenden informieren Sie die Lehrkräfte über die vorgesehene Anzahl an Klassenarbeiten und über die Notenbildung. Nutzen Sie gerne das Notentransparenzformular, um sich über den Leistungsstand Ihres Kindes auf dem Laufenden zuhalten.

Gewöhnen Sie Ihr Kind daran, schon am Abend den Schulranzen für den nächsten Morgen zu packen. Fehlendes Unterrichtsmaterial oder gar fehlende Hausaufgaben (weil „Heft vergessen“) sind einer konzentrierten Mitarbeit im Unterricht in jedem Fall abträglich.

Packen aber nicht Sie selbst den Ranzen, sondern bringen Sie Ihr Kind dazu, die Verantwortung dafür (wie auch für vieles andere!) selbst zu übernehmen.

Leitfaden für Elternvertreter und Elternvertreterinnen

Busleitfaden

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